Hallo, ich bin neu hier und habe gleich einmal zwei Fragen. Ich beginne mal mit der ersten: Wir haben einen ursprünglich als Sichtestrich geplanten Calciumsulfatestrich (CAF-C25-F4) im kompletten Haus (EG und 1. OG verbaut). Der Estrich ist pigmentiert und etwa 1,5 Jahre alt. Es liegt eine Fussbodenheizung. Nun wollen wir anbauen und ich würde gerne zum einen nahtlos an den vorhandenen Estrich anschliessen, zum anderen gerne den Anbauteil mit der vorhandenen FB-Heizung verbinden. Meine Idee war dabei, etwas vom vorhandenen Estrich abzuschlagen und eine der FB-Heizungsschlaufen freizulegen. Haltet ihr das Vorgehen für realisierbar? Kann man den neuen Estrich einfach ohne Fuge an den vorhandenen anschließen? Danke für Eure Tipps und beste Grüße, Marcus P.S.: zweite Frage im separaten thread
AW: Anhydritestrich - Was tun bei Anbau? Hallo Markus, herzlich willkommen. Nein, ich halte das so nicht realisierbar. 1. wird der Anbau vom "Altbau" durch eine Fuge getrennt sein. Diese muss auch konstruktiv im Estrich übernommen werden. 2. wird Deine Fußbodenheizung die Grätsche machen, länger als 120 lfdm. sollte ein Heizkreis auf keinen Fall sein. Wer hatte das denn geplant?
AW: Anhydritestrich - Was tun bei Anbau? Hallo Bernhard und Danke für Deine Einschätzung, geplant habe ich das, da der Anbau ohne Architekt realisiert werden soll. Mein Gedankengang war wie folgt: Dadurch, dass der Estrich ja keinerlei Kontakt zu den Bodenplatten (alt und neu) hat, und auch die Trittschalldämmung nur aufgelegt ist, müsste es dem Estrich ja eigentlich "egal" sein, wenn ich etwas anstückel. FB_Heizung müsste ich mit dem Heizungsbauer besprechen, da einzelne Heizkreisläufe. Zu Deinem Kommentar zu meinem anderen Thread: Druckfestigkeit zu gering? Was bedeutet das in dem Fall genau? Muss ich mit Druckschaden rechnen oder einfach damit leben, dass der Boden auf Dauer die eine oder andere Dulle bekommt. Wird die Druckfestigkeit durch das Aufbringen von Azzurit/Ardex verändert? Nachdem unsere Beschichtung wie gesagt im A%$§?# ist, haben wir einmal unser Elternbad (sozusagen als Probeschuss) mit weißem PU abschleifen und neu beschichten lassen. Haben wir mit PU weiterhin ein Druckfestigkeitsproblem? Danke nochmal für Deine Rückmeldung, Marcus P.S.: eure Firma sitzt im Norden, richtig?
AW: Anhydritestrich - Was tun bei Anbau? Hallo Marcus, die Druckfestigkeit ist zunächst bei schw. Konstruktionen nicht so sehr im Vordergrund, deshalb kann direkt von einem Druckfestigkeitsproblem nicht die Rede sein. Da kommt es mehr auf die Biegezugfestigkeit an. Diese ist bei Deinem CAF vollkommen ausreichend. Aber, wenn der Estrich direkt genutzt wird (Sichtestrich, Nutzestrich), steigt mit zunehmender Druckfestigkeit auch die Abriebfestigkeit. Die Festigkeit an der Estrichoberfläche ist einfach größer. Sie ist auch bei einem CAF größer, wenn bei diesem das Kalkhäutchen (Sinterschicht) abgeschliffen wird. Als ausreichend kann man hier einen CAF-C30-F6 oder CAF-C35-F7 bezeichnen. Eine Versiegelung kann den Estrich nur oberflächlich vor Feuchteeinwirkung oder vor Abrieb schützen. Bei Druckbelastung (z.B. Stuhlrollen) kann sie sich schon mal von einem weicheren Untergrund lösen. Calciumsulfatestrich hat zum Beispiel auch geringere Haftzugwerte als Zement. Wenn ein CAF-C25-F4 bis aufs Korn sehr sauber geschliffen ist, mag es durchaus mit einer Versiegelung klappen, zumindest im Wohnungsbau. Einfach mal unten in meinem Beitrag auf Standort klicken.