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Zement- Estrich (CT) als lastverteilende Schicht schwimmend und als Verbund

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Alt 12.07.2010, 15:25
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Sichtestrich - der Laie fragt! (rose, 12.07.2010, 15:25)


hallo liebe forumsmitglieder,

ich bin rose und hoffe auf etwas hilfe.
wir bauen momentan wünschen uns einen sichtestrich. bereits hier beginnt jedoch das dilemma, denn schon die einordnung meiner recht generellen frage in eine der kategorien fiel mir schwer.

als laie ist es sehr schwer, aus der fülle der infos im netz etwas zu entscheiden. gewollt ist die optik eines betons/estriches, leicht wolkig, nicht homogen wie eine kunststoff fläche, aber auch nicht zu "industriell", hell anthrazit, nicht Terrazzo-like gesprenkelt, und leicht glänzend.

unser architekt zeigte uns in natura einen flügelbeton, der zwar sehr schön feinporig (?) wirkte, von der optik aber nicht dem entsprach, was wir uns wünschen. in einem bauhof fand ich durch einen zufall genau den boden vor, der mir vorschwebt und es stellte sich heraus: fließ-spachtel pandomo. Von dem wiederum habe ich derartige viele reklamationen lesen dürfen und bin jetzt schwer itiert.

bei uns ist ja noch alles offen, was würdet Ihr empfehlen: Optik wie oben beschrieben möglichst gute beanspruchbarkeit - wir haben einen hund und auch sonst einen normalen alltag mit garten/rein und raus usw, und keiner möchte die samtschühchen anziehen müssen...?

(ach ja, ich habe hier in der galerie ein referenz bsp gefunden, das mir sehr gut gefällt (soweit ich das am foto beurteilen kann), hierbei handelt es sich um den "wintergarten in Oldenburg"?!)

ich bin fast sicher, das ist etwas viel für einen ersten post, aber es ist dringend! ich bin sehr gespannt und freu mich auf eine mögliche antwort! lg rose
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Alt 13.07.2010, 06:56
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AW: Sichtestrich - der Laie fragt! (Bernhard, 13.07.2010, 06:56)


Hallo Rose,

der Wintergarten in Oldenburg ist ein mit Grauzement hergestellter, leicht anthrazit eingefärbter Zementestrich. Dieser wurde anschließend mit Polymerwachs versiegelt.

Zitat:


unser architekt zeigte uns in natura einen flügelbeton, der zwar sehr schön feinporig (?) wirkte, von der optik aber nicht dem entsprach, was wir uns wünschen. in einem bauhof fand ich durch einen zufall genau den boden vor, der mir vorschwebt und es stellte sich heraus: fließ-spachtel pandomo.
Spachtelmassen erfüllen am ehesten Deine optischen Anforderungen. Es soll durchaus auch reine zementäre Spachtelmassen geben, die auch höherer mechanischer Beantspruchung standhalten können. Aber mit Spachtelmassen kenne ich mich auch nicht so aus. Amonolith ist da die einzige, die ich so kenne.

Ansonsten sind die auf Terrazzooptik geschliffenen Zementestriche am besten geeignet, diese Anforderungen zu erfüllen, passen aber leider nicht in Deine optischen Vorstellungen.
__________________
Gruß Bernhard

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Alt 13.07.2010, 10:55
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AW: Sichtestrich - der Laie fragt! (rose, 13.07.2010, 10:55)


Hallo Bernhard,
vielen Dank für die schnelle und individuelle antwort! dieser mit polymerwachs versiegelte zementestrich, von dem Du sprichst:

Ist das für estrichleger, die darin nicht spezialisiert sind, gut machbar? Oder muss das jemand mit großer Erfahrung machen? Oder würden schon Deine Angaben reichen, und der verstünde, was ich wollte ??

und noch eine zweite Frage: Gibt es Nachteile bei dieser Art Zementestrich?

Die versiegelung gibt dem estrich doch auch etwas finish, so dass er nicht ganz matt aussieht? Ich kann mir gut vorstellen, das ich dann nämlichauf diese Alternative schwenken würde, da mich die vielen reklamationen von. pando.mo wirklich abschrecken und die Beispiele, die ich auf Deinen Seitens ehe, finde ich ausgesprochen schön

Wie liegt der zementestrich preislich, sind da sehr viele arbeitsgänge von nöten? Also so eine ganz ungefähre Angabe würde mich sehr freuen.
wie löst Du eigentlich den Wandanschluss normalerweise? Fragen über Fragen ...
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Alt 14.07.2010, 07:03
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AW: Sichtestrich - der Laie fragt! (Bernhard, 14.07.2010, 07:03)


Hallo Rose,

Zitat:


Ist das für estrichleger, die darin nicht spezialisiert sind, gut machbar? Oder muss das jemand mit großer Erfahrung machen? Oder würden schon Deine Angaben reichen, und der verstünde, was ich wollte ??
Das größte Problem liegt in meinen Augen darin, das Estrichleger in der Regel nach Leistung bezahlt werden. Wenn sie 100 m² in 8 Std. einbauen, haben sie das gleiche verdient, als wenn sie für diese 100 m² 16 Std. brauchen würden.
Es ist schon ein riesen Unterschied, ob ein Estrich als fertiger Belag genutzt wird, oder ob mit einem Belag Fehler beim Einbau mit dem Mantel der Liebe zugedeckt werden können.

Es ist eigentlich mit einem einzigen Satz gesagt:
Wir führen diese Estriche jetzt knapp 10 Jahre aus, und wir lernen bei jedem neuen Boden wieder etwas Neues dazu.

Zitat:


und noch eine zweite Frage: Gibt es Nachteile bei dieser Art Zementestrich?
Die große Verwundbarkeit bei diesen Estrichen liegt in der Austrocknungsphase bis zur Versiegelung.
Wenn da ein Eimer für einen Tag abgestellt wird, siehst Du am nächsten Tag einen dunklen, kreisrunden Fleck. Diesen siehst Du aber in 10 Jahren auch noch.
Die Oberfläche weist einen gewissen Anteil Poren auf, die Du gegen das Licht immer sehen wirst, auch bei Porenverschluß durch die Versiegelung. Deshalb werden diese Estriche auch immer matt versiegelt.
Jeder Bauherr sollte sich unbedingt vorher einen verlegten Boden anschauen, ob es wirklich das ist, was er möchte und sich vorgestellt hat. Dabei kann er sich auch mit dem Besitzer unterhalten, wie dieser damit zufrieden ist, auch was die Pflege anbelangt.

Wie liegt der zementestrich preislich, sind da sehr viele arbeitsgänge von nöten?

Das richtet sich natürlich auch nach den Anfahrtswegen und der Anzahl der Quadratmeter. Das sollte individuell erfragt werden.
__________________
Gruß Bernhard

Fitz, Terrazzo & Sichtestrich

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